28. November 2007
Die neuen AOK- Rabattverträge über 23 Wirkstoffe decken 10% der Verordnungen im AOK-Markt ab. Dies bedeutet ein Volumen von rund 3% am gesamten Verordnungsumsatz der AOK, wenn man die Listenpreise als Grundlage nimmt. Im Vergleich zu den ursprünglich 84 vorgesehenen Substanzen macht der Anteil der 22 Substanzen bei der AOK 24% des Absatzes und ca. 19% des Umsatzes aus. So die Meldungen des Marktforschungs- und Informationsinstitutes für den Pharmasektor und Gesundheitsmarkt, IMS Health.
Die Vertragspartner sind dabei ausschließlich Generikahersteller. Die Umsatzbedeutung der Wirkstoffe, die in die neuen Verträge eingehen ist für die beteiligten Unternehmen jedoch sehr unterschiedlich. Die beiden Marktführer Neuraxpharm und Hexal erhielten nur bei der Substanz Amitriptylin den Zuschlag. Ihr Anteil am Umsatz und Absatz der Substanz im gesamten AOK-Markt belief sich im Jahr 2007 bis Oktober 55%. Bei den übrigen vier Wirkstoffen erreichen die jeweils ausgewählten Unternehmen geringere Marktanteile. Bei der Substanz Fluconazol (CT, Dermapharm, Quisisana) sind es 3% nach Umsatz und 4% nach Absatz, bei Morphinen (Ratiopharm, STADA, Gry Pharma) 19 beziehungsweise 20 %, bei Triamteren und Hydrochlorothiazid (CT, STADA, Dr. Pfleger) 20 beziehungsweise 21% und bei Hydrochlorothiazid und Amilorid (Ratiopharm, TAD, Aliud Pharma) jeweils 39%.
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27. November 2007
Medizinische Versorgungszentren (MVZ) wurden 2004 von der damaligen rot- grünen Koalition, bewusst nach dem Vorbild der in der DDR üblichen Polykliniken, eingeführt. MVZ sind fachübergreifende medizinische Einrichtungen, die von Ärzten geleitet werden und besonders in Bayern und Berlin verbreitet sind. Durchschnittlich sind in einer solchen Einrichtung vier verschiedene Ärzte tätig. Dabei sind Hausärzte, Internisten und Chirurgen am häufigsten vertreten. Die Vertragsärzte sind dabei, mit einem Anteil von 61 Prozent, immer noch die wichtigsten Träger. Mittlerweile arbeiten in den Versorgungszentren 3.613 Ärzte, von denen mehr als zwei Drittel (2.504) Angestellte beschäftigt sind.
Laut aktuellen Analysen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) nimmt die Zahl der Medizinischen Versorgungszentren in Deutschland weiter zu.. Am 31. September waren es bereits 880 Einrichtungen dieser Art. Das ist ein Zuwachs um neun Prozent innerhalb von drei Monaten und sogar von 56 Prozent im Vergleich zum September 2006. Da gab es nach KBV-Angaben bundesweit 562 MVZ.
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27. November 2007
In Deutschland stehen viel zu wenig Spenderorgane zur Verfügung. Es herrscht ein regelrechter Mangel. Offiziellen Angaben zufolge warten rund 12.000 Menschen auf ein Organ wie Herz, Leber, Lunge oder Niere. Diese Menschen warten oft Jahrelang auf ein Organ, obwohl 82 Prozent der Deutschen Oganspenden als positiv ansehen. Nur etwa zwölf Prozent ziehen jedoch die Konsequenz daraus und besitzen einen entsprechenden Spenderausweis.
Die Bundesregierung sieht dies als Anlass zum Handeln. Noch in dieser Woche soll die größte Kampagne für Organspenden, die es bisher gab, in Deutschland starten. Die Aktion steht unter dem Motto “Deutschland braucht mehr Organspender”. Die Bundesregierung wird dabei 6 Millionen Spenderausweise verteilen lassen. Außerdem werden vielen Zeitschriften Blankoformulare beiliegen.
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20. November 2007
Wirkstoffe wie Dextromethorphan, Tilidin oder Tramadol, die in herkömmlichen Schmerz- und Hustenmitteln zu finden sind, werden immer öfter als Ersatzdrogen genutzt. Die Medikamente werden laut Experten über normale aber auch gefälschte Rezepte, sowie paralleles Aufsuchen mehrerer Ärzte, den Internethandel oder Schwarzmärkte bezogen, so das “Deutsche Ärzteblatt”.
Weiter heißt es, unter Berufung auf den Arzneimittelanalysten Gerd Glaeske, dass es in Deutschland bis zu 1,9 Millionen Arzneimittelabhängige gibt. Eine aktuellen Studie des Bundeskriminalamtes (BKA) besagt, dass Strafverfolgungsbehörden seit einigen Jahren eine stetig ansteigende Zahl von Straftaten nach dem Arzneimittelgesetz verzeichnen . Mit genauen Daten ist diese Enzwicklung allerdings laut BKA schwer zu dokumentieren, da die Hinweise dafür oft nicht aussagekräftig genug sind.
Da die Apotheker aber immer kritischer werden, spielen Rezeptfälschungen für den Nachschub eine immer geringere Rolle, weil laut Polizei und Zoll die Medikamente und Wirkstoffe sehr viel leichter über den Internethandel zu bekommen sind. Daher wird empfohlen, den Internethandel verschreibungspflichtiger Arzneien über das Internet mit Kontrollen zu begleiten und mögliche Handelsbeschränkungen zu prüfen.
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7. November 2007
Das Krankenhausportal der Ersatzkassen “Klinik-Lotse” wurde mit dem Qualitätsurteil “gut” (2,2) zum Testsieger bei Stiftung Warentest. 14 Krankenhausportale wurden im Internet getestet, wobei www.klinik-lotse.de an der Spitze der getesteten Portale lag. Nur drei der 14 Portale erreichten die Bewertung „gut“. In der Zeitschrift “test”, Ausgabe 11/2007 ist eine vergleichende Wertung zu finden.
Seit Oktober 2005 existier der Klinik-Lotse der Ersatzkassen, welcher eine „umfassende Recherche nach einer geeigneten Klinik“ ermöglicht. Die “Strukturierten Qualitätsberichte”, welche die Krankenhäuser alle zwei Jahre erstellen und veröffentlichen müssen sind eine Basis dafür. Bei umfangreicher Ergebnisdarstellung, Such- und Hilfefunktionen und Transparenz des Informationsangebots schnitt das Portal mit den Noten “sehr gut” ab.
Hier kann unter 2.055 Krankenhäusern nach bestimmten Fachabteilungen, Versorgungsschwerpunkten, Hauptdiagnosen, Bettenzahl, Geräteausstattung, Behandlungsmöglichkeiten sowie nicht- medizinischen Angeboten gesucht werden. Die Kliniken können aber z.B. anhand der Häufigkeit bestimmter Operationen oder Sterblichkeits- und Komplikationsraten verglichen werden. Dafür stehen derzeit Daten für 27 Indikatoren aus 10 Leistungsbereichen zur Verfügung.
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7. November 2007
Im Gegensatz zum Europäischen Schnitt, bei dem die Meisten im Falle einer Erkältung zu bewährten Hausmittel greifen, bekämpfen rund 50% der deutschen diese mit rezeptfreien Medikamenten aus der Apotheke. In Großbritannien und den Niederlanden wird im Gegensatz dazu in den meisten Fällen nichts gegen einen grippalen Infekt unternommen. Frauen sind aber in ganz Europa deutlich aktiver als Männer bei der Behandlung. Diese Studien wurden von der „European Consumer Study 2007″ (Gesellschaft für Konsumforschung GfK) in Nürnberg zusammengetragen.Bei der Studie wurden ca. 10200 Verbraucher über 14 Jahren befragt. Dabei ging es um den Umgang mit Medikamenten und Krankheiten wobei das Thema Erkältung ein Schwerpunkt dieser Studie ist. Die Untersuchung wurde in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, in den Niederlanden, Österreich, Spanien, Polen und in Russland durchgeführt und repräsentiert fast 426 Mio. Menschen. Es gab zum Einen deutliche Unterschiede aber zum Anderen auch Trends die in allen Ländern zutreffen.
Die meisten Europäer greifen bei Einer normalen Erkältung nicht gleich zu Medikamenten sondern greifen zu bewährten Hausmitteln wie Kräutertees, Wadenwickeln oder Dampfbädern. Fast 40% der Teilnehmer gaben an, sich bei Halsschmerzen, Heiserkeit, Husten, Schnupfen und oft auch Fieber selbst zu behandeln. Etwa 37% vertrauen auf rezeptfreie Präparate Nasenspray, Saft oder Tabletten aus der Apotheke.
Europäische Spitzenreiter beim Konsum von rezeptfreien Medikamenten aus der Apotheke sind die Deutschen. Für rund die Hälfte der Frauen und 43 % der Männer ist diese Behandlungsform die erste Wahl. Fast 50 % der deutschen setzen jedoch bei der Behandlung auf Hausmittel. Im Nachbarland Österreich ist der Trend noch stärker. Dort trinken fast 54% lieber Kräutertee als in die Apotheke zu gehen. Dies tun dort nur 38 %. In Italien ist das Gegenteil der Fall, dort behandeln sich 44% mit Arzneimitteln aus der Apotheke und nur 17% nutzen die Hausmittelchen, um sich selbst zu behandeln.
Für alle Länder gilt jedoch, dass Frauen mehr gegen eine Erkältung unternehmen als die Männer. Auch im Gebrauch von Hausmitteln liegen die Männer mit 36% hinter den Frauen mit 43%. Und auch bei der Einnahme rezeptfreier Arznei liegen sie im Verhältnis 39 zu 34% deutlich vorn. In Österreich zeigt sich der Gegensatz zwischen Mann und Frau besonders stark. Dort kaufen 45% der Frauen aber nur 31% der Männer, die auch deutlich weniger zu Hausmitteln greifen, in der Apotheke ein. Am häufigsten zum Arzt gehen die Spanier und Österreicher.
Vor allem die Spanier sehen den Arztbesuch mit 44% bei einer Erkältung als besten Weg. Damit liegen sie doppelt so hoch wie der europäische Durchschnittswert von rund 22%. In Österreich gehen sogar mehr Männer als Frauen (37,5% zu 33%) zum Arzt. Aber auch in Deutschland gehen rund ein drittel der erkrankten zum Arzt.
In Großbritannien und den Niederlanden ignorieren über die Hälfte der Erkrankten eine Erkältung und unternehmen ersteinmal nichts dagegen, nur 4% der Niederländer und 5% der Briten gehen zum Arzt. Auch rezeptfreie Medikamenten und besonders Hausmittel werden weniger verwendet.
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1. November 2007
Die Patientenversorgung in Deutschland ist auf einem hohem Niveau, jedoch besteht laut der Bundesgeschäftsstelle Qualitätssicherung (BQS) weiterhin Handlungsbedarf, bis ein Qualitätsoptimum in allen Krankenhäusern erreicht ist. Diesen Schluss zog die Geschäftsstelle bei der Ergebniskonferenz “Externe stationäre Qualitätssicherung 2006″ in Berlin am Dienstag. Sie ist dabei im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) tätig.
Dafür wurden 2,64 Millionen Datensätze zusammengetragen und ausgewertet, welche die Arbeit von 1.525 Krankenhäusern repräsentieren. 16 Prozent der 16,5 Millionen Krankenhausfälle, die 2006 in den deutschen Kliniken behandelt worden waren, wurden demnach festgehalten. Bei 22 von 180 Qualitätsindikatoren wurden “leichte bis gravierende Defizite” festgestellt. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) möchte mit den besonders auffälligen Kliniken einen “strukturierten Dialog” führen.
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1. November 2007
In den Operationssälen und diagnostischen Abteilungen Deutschlands herrscht Konjunktur. Mehr als je zuvor wurde 2006 operiert, diagnostiziert und therapiert. Laut Statistischem Bundesamt ca. 37,6 Millionen Mal. 4,2 Prozent öfter als im Vorjahr. Somit kommen durchschnittlich auf jeden Krankenhausaufenthalt 2,3 Maßnahmen der besonders aufwendigen Art, die auch pflegerische Maßnahmen beinhalten.
Davon waren etwa ein Drittel Operationen (12,6 Millionen), 27,1 Prozent (10,2 Millionen) waren nichtoperative Maßnahmen gefolgt von diagnostischen Maßnahmen mit 21,4 Prozent (8,1 Millionen) sowie bildgebender Diagnostik (5,5 Millionen) und ergänzenden Maßnahmen (1,3 Millionen).
Bei Frauen wird die Rekonstruktion weiblicher Geschlechtsorgane zum Beispiel nach Ruptur/Dammriss am häfigsten durchgeführt.Auf Platz 2 ist bei den Frauen und bei den Männer die arthroskopische Operation am Gelenkknorpel und an den Menisken. Andere Operationen am Darm lagen auf Rang 3. Bei Männern wurde am häufigsten ein Leistenbruch operiert und an dritter Stelle standen Operationen an Blutgefäßen.
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12. Oktober 2007
Die Standorte Leverkusen und Köln von Bayer Vital, der Tochtergesellschaft des Pharmaherstellers Bayer werden wegen dem Verdacht, die Preise nicht verschreibungs- aber apothekenpflichtiger Arzneimittel manipuliert zu haben, vom Kartellamt überprüft . Bereits 2004 wurde die Preisbindung für die Produkte aufgehoben.
Laut der Kartellbehörde suchen die Beamten in den Niederlassungen, nach Unterlagen die beweisen, dass das Unternehmen unter anderem niedrigere Preise des bekannten Kopfschmerzmittels Aspirin mit illegalen Preisabsprachen verhindert haben soll. Den Apotheken sollen Rabatte von 3% angeboten worden sein, wenn sie im Gegenzug das Präparat nicht länger als 4 Wochen um höchstens 20% günstiger anbieten. Wenn die Vorwürfe sich bestätigen sollten, droht Bayer ein Bußgeld, das von dem illegal gemachten Gewinn abhängt und sich im Millionenbereich bewegen wird.
Der Konzern hat jedoch den Vorwurf Preise manipuliert zu haben dementiert. Der Sprecher des Unternehmens bestätigte die Durchsuchung und von der Ermittlungsbehörde wurde bestätigt, dass Bayer sich bei der Hilfe zur Klärung des Falles kooperativ zeigte.
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10. Oktober 2007
Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) leidet unter einem Ausgabenanstieg im Arzneimittelbereich, der jedoch laut Branchenverbande Pro Generika allein auf patentgeschützte Arzneimittel zurückzuführen ist. Der Verband stützt diese Aussage auf Fakten des Marktforschungsinstitutes IMS Health. Dieses listet monatlich in seinem Report “Der Deutsche Pharmamarkt” die nach Herstellerabgabepreis umsatzstärksten Arzneimittel. Im August dominieren dabei patentgeschützte Arzneimittel auf den Plätzen 1 bis 38. Auf Platz 39 ist dann das erste Generikum zu finden.
Es ist ein Omeprazol-Präparat. Viel weiter oben auf der Umsatzliste auf Rang 7 und 13 sind jedoch 2 Analogpräparate zu Omeprazol zu finden.
Bei Analogarzneimitteln ist der Wirkstoff zwar vom Patent geschützt, seine bessere therapeutische Wirkung ist aber zumindest umstritten. Oft wird von Experten sogar bestritten das die neuen meistens viel teureren Arzneistoffe besser wirken als bewährten und preisgünstigen Generika.
Die deutschen Generikahersteller haben im letzten Jahr ihre Preise Durchschnittlich um 31 Prozent gesenkt. Bei Omeprazol sogar um 35 Prozent. Die Konsequenzen, die die Unternehmen zu tragen hatten, waren, dass sie zwar im ersten Halbjahr 2007 Jahres 8,1 Prozent mehr Packungen absetzten, jedoch die Erlöse um 5,4 Prozent abfielen. Dazu kommt dass die Generikaunternehmen durch Rabattverträge die Arzneimittelausgaben der Krankenkassen noch weiter entlasten.
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