7. März 2008
Am 12. Februar gründete sich in der Hauptstadt ein Bundesverband Deutscher Apothekenkooperationen (BVDAK). Zu den Mitglieder gehören unter anderem eine Kooperation sowie eine pharmazeutische Großhandlung, ein Verlag und viele Unternehmer, die als Dienstleister für die Apotheken arbeiten.
Andere Interessenten finden diese Thema zu “unscharf“, da es nicht im Sinne von unabhängigen, selbstständigen Apotheken sei. Mitte Mai wollen die Kritiker selber einen Dachverband unter dem Namen “Collegium unabhängiger regionaler Apothekenkooperation“ (CURA) gründen.
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3. März 2008
Dem seit 1. März steht der neue Präsident Professor Jörg Hinrich Hacker des Robert Koch-Instituts (RKI) fest. Ulla Schmidt (SPD), die Bundesgesundheitsministerin führte ihn in sein neues Amt ein. Vor ihnen leitete Professor Reinhard Kurth seit 1996 das Institut.
Ulla Schmidt lobte Kurth für seine langjährige sowie erfolgreiche Arbeit, in der er die RKI modernisierte. Dabei verhalf er dem Institut zu einem hohen Ansehen in Deutschland und im Ausland. Hacker war zuvor Leiter des Zentrums für Infektionsforschung der Universität Würzburg. Er kündigte an, die begonnene Erweiterung des RKI zu einem Public-Health-Institut fortzuführen.
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26. Februar 2008
Die Ersatzkassen erreichten auch im vergangenen Jahr 2007 eine positive Bilanz. Selbst das Ergebnis aus dem Jahr 2006 wurde erneut verbessert. Im Jahr 2006 erwirtschafteten die Kassen einen Überschuss von 553 Millionen Euro, im Geschäftsjahr 2007 waren es sogar 720 Millionen Euro.
Laut des Vorsitzenden der Ersatzkassenverbandes VdAK, Thomas Ballast, erfolgte “die Gesamtentwicklung sehr erfreulich“. Daraus ergab sich eine Einnahmeverbesserungen für jedes Mitglied von 0,27 Prozent. Dies sei hauptsächlich auf eine positive Entwicklung des Arbeitsmarktes zurückzuführen, so Ballast. Der Anstieg auf der Ausgabenseite von 4,25 Prozent pro Mitglied sei eine Folge der höheren Aufwendungen für die stationäre Versorgung sowie durch eine Zunahme bei den Arzneimittelausgaben.
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22. Februar 2008
In den einzelnen Bundesländern werden die Rauchverbotsgesetze verschieden geregelt. Im südlichsten Bundesland (Bayern) gelten die strengsten Gesetze. Hier gilt für alle Restaurants, Gaststätten und Bierzelte ein unbeschränktes Rauchverbot. Andere Bundesländer verfügen über Ausnahmeregelungen. Laut einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach finden 35 Prozent der Deutschen das ausnahmslose Verbot in Bayern übertrieben.
Von den Befragten finden 48 Prozent, dass das Rauchen in separaten Räumen weiterhin erlaubt sein könne. Nur 14 Prozent sind für das unbeschränkte Rauchverbot in Gaststätten. Dieses Umfrageergebnis kam zustande, obwohl der mit erfragte Raucheranteil an der Gesamtbevölkerung gerade mal bei 29 Prozent lag.
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20. Februar 2008
Das eingeleitete Vertragsverletzungsverfahren der EU gegen Deutschland nimmt anscheinend an Fahrt auf. Wie aus informierten Kreisen bekannt wurde, will die Bundesregierung einen Aufschub für das Verfahren erzielen. Das Bundesgesundheitsministerium soll dafür eine Stellungsnahme verfassen.
Berlin begründete es damit, dass sich bereits ein laufendes Verfahren des Saarländischen Verwaltungsgerichts an den Europäische Gerichtshof in den meisten Punkten überschneiden. Die Deutschen wünschen sich Aufklärung über das hier geltende Fremdbesitzverbot, ob es mit dem europäischem Recht vereinbar sei. Daher biete es sich an, das Verfahren bis zur Entscheidung des Europäischen Gerichtshof auszusetzen.
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12. Februar 2008
Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) eröffnet eine Vertretung in der belgischen Landeshauptstadt. Eine umfassende europäische Interessenvertretung der deutschen standortorientierten Pharmahändler bei den europäischen Institutionen, wird die Aufgabe des neuen BPI-Büros sein, so der Vorsitzende Bernd Wegener. Es ist der erste deutsche Pharmaverband mit einem Büro in Brüssel. Chef des Brüsselers BPI-Büro ist Alexander Natz, ein Jurist, der vorher bei einer Anwaltskanzlei beschäftigt war.
Nach Angabe des BPI-Vorsitzenden Wegener, ist eine vertretung in Brüssel erforderlich, da kommende rechtliche Vorgaben für den Pharmamarkt von dort kommen werden. Laut Arzneimittelgesetz sind 90 Prozent der Regelungen auf die Vorgaben der EU zurückzuführen. Schon 2006 sind 482 Richtlinien, Verordnungen und Entscheidungen von der EU-Kommission eingeführt worden und stellen deshalb eine direkte Beeinflussung der Unternehmerischen Entscheidungen der Pharmaindustrie dar. 2007 wurden 107 Guidelines und Dokumente von der EU-Kommission für Arzneimittelzulassung durch die Ausschüsse entschieden. Zusammen wurden bisher 507 Guidelines und Dokumente für Pharmafirmen erlassen oder sind noch in Bearbeitung.
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28. Januar 2008
Pflegeberufe in Deutschland machen mobil. Dabei verlangen ihre Mitglieder mehr Eigenverantwortung von der Politik. Auf einem zweitägigen Kongress mit über 1.000 Pflegekräften aus Kliniken, Heimen und Pflegeeinrichtungen, stritten sich vor allem Marie-Luise Müller, Präsidentin des Deutschen Pflegerates (DPR) und Rolf Höfert, Geschäftsführer des Deutschen Pflegeverbandes (DPV), um die Ausweitung ihrer Kompetenzen zu Lasten der Ärzte.
Es wurde darauf verwiesen, dass in Deutschland nur Bremen und das Saarland ähnliche Regelungen aufweisen wie in Frankreich und Österreich, wo speziell die beruflichen Kompetenzen der Pfleger festgeschrieben seien. Die Redner fordern die Bundesregierung auf, den 1,2 Millionen Pflegekräften gleiche Standards zuzugestehen. Gleichzeitig sollte ihnen ermöglicht werden, Heil- und Hilfsmittel verordnen zu dürfen.
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25. Januar 2008
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage… Und dort liegt das Problem. Laut des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO), verstehen die meisten Deutschen die Beipackzettel von Medikamenten nicht, berichtete die Onlineausgabe der Hamburger Bild-Zeitung.
Laut WIdO brechen schon 42 Prozent bei den zu langen Texten ab, 20 Prozent bei den Inhalten, die sie entweder gar nicht oder gar nur teilweise verstehen und 17 Prozent ist der Schriftzug eindeutig zu klein. Wie Ärzte und Apotheker beklagen, sind die Verständnisprobleme bei zunehmenden Alter höher als bei jungen Menschen. Jedoch sind es die Älteren, die am meisten auf die Medikamente angewiesen sind.
Der Institussprecher erklärte der Zeitung, es nehme “jeder dritte Patient ein ihm verordnetes Medikamenr nicht ein, weil er durch die Packungsbeilage massiv verunsichert wurde”. Die Auswirkung: Behandlungen schlagen fehl, Geld werde “weggeworfen”.
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25. Januar 2008
Die forschende Pharmaindustrie will alles unternehmen, um Patente umsatzstarker Produkte noch länger aufzuschieben und so die Rivalität von den Betrieben fern zu halten. Die Hersteller von Nachahmerprodukten versuchen alles um die Ersten zu sein, die ein Original am Markt “beerben“. Die Pharmaunternehmen antworten vermehrt mit eigenen Generikatöchtern.
Bei dieser Lage spürt die Kommission der Europäischen Union (EU) offenbar Unrat. Ein paar Hersteller haben jetzt Hausbesuche von den EU-Ermittlern erhalten. Dies berichtet die Financial Times Deutschland (FTD). Auf Grund dessen wurden bei AstraZeneca, GlaxoSmithKline, Pfizer, Sandoz und Sanofi-Aventis, sowie bei den Generikaproduzenten Ratiopharm und Teva Ermittlungen durchgeführt. Boehringer bekam jedoch nur ein Fragebogen, während dessen Bayer, Merck und Stada nach eigenen Angaben nicht betroffen waren.
EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes will, wie sie sich in Brüssel äußerte, “Hinweise auf Probleme“ beim Markt feststellen. Brüssel denkt, dass vermutlich bestimmte Unternehmen – verbotene – Absprachen träfen, um den Markt nach ihren Vorstellungen zu beeinflussen. Kroes meint, dass durch die Razzien verwertbares Material gefunden wird. Ein Zwischenbericht soll bereits im Herbst vorliegen und über das sonstige Vorgehen entscheiden.
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16. Januar 2008
Der zum großen Imperium Haniel gehörende Pharmahandelskonzern Celesio (Gehe, DocMorris), baut ein eigenes Lobbybüro in der deutschen Hauptstadt Berlin. Laut der Zeitschrift “politik & kommunikation“ will der Betrieb sein Verhältnis zur Regierung, den Bundestagsfraktionen, Parteien sowie Verbänden und Medien stärken.
Die Führung wird ein bekannter Berater des Hauses antreten: Max Müller, 32 Jahre alt. Er war 6 Jahre lang Geschäftsführer der KPV (Gesellschaft für Kommunikation in Politik und Wirtschaft) in Berlin und er pflegte die politischen und gesellschaftlichen Kontakte für DocMorris. Oberster PR-Chef vom Celesio-Konzern ist seit 2004 Matthias Kleinert, 69. Am Anfang war er Pressesprecher (1978/87) und Pressestaatsekretär (1984/87) vom ehemaligen baden-württembergischen Ministerpräsidenten Lothar Späth und danach mit gleicher Aufgabe als Generalbevollmächtigter der Daimler-Benz AG tätig.
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