Hohe Einsparungen bei den Krankenkassen durch Generika

Wurde man im ersten Quartal 2008 als gesetzlich Krankenversicherter, aufgrund einer Krankheit mit Arzneimitteln behandelt, verschrieb der Arzt in 60 Prozent der Fälle ein Generikum. Durch die niedrigen Generikapreise in Deutschland, haben die Krankenkassen dafür lediglich 1,9 Milliarden Euro bezahlt. Dies sind nur 29 Prozent der GKV-Gesamtausgaben von insgesamt 6,5 Milliarden Euro.

Die Krankenkassen bezahlten im März 2008 für ein Generikum im Durchschnitt 18,87 Euro. Zum Vergleich lag der Betrag für ein gleiches patenfreies Erstanbieterprodukt bei 37,40 Euro und bei den patentgeschützten Arzneimitteln im Schnitt bei 81,71 Euro. Die forschenden Arzneimittelhersteller haben das Recht einen neu entwickelten Wirkstoff für 10 Jahre zu schützen. So können die entstehenden Kosten für diese Entwicklung wieder erwirtschaftet werden, welche bis zu einer Milliarde US-Dollar hoch sein können. Darüber hinaus muss eine angemessene Wagnisrendite erzielt werden.

Im Jahr 2007 haben die Krankenkassen 6,5 Milliarden eingespart. Schätzungen gehen davon aus, dass 2008 ein neuer Einsparrekord durch den Einsatz von Generika erreicht wird. Dieser soll bei 7,8 Milliarden Euro liegen. Durch das Verschreiben von Generika konnten die Krankenkassen bereits von Januar bis März 2008 1,9 Milliarden Euro zurücklegen. Diese Werte ermittelte das unabhängige Marktforschungsinstitut IMS HEAHLT.

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