BPI eröffnet eigenes Büro in Brüssel

Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) eröffnet eine Vertretung in der belgischen Landeshauptstadt. Eine umfassende europäische Interessenvertretung der deutschen standortorientierten Pharmahändler bei den europäischen Institutionen, wird die Aufgabe des neuen BPI-Büros sein, so der Vorsitzende Bernd Wegener. Es ist der erste deutsche Pharmaverband mit einem Büro in Brüssel. Chef des Brüsselers BPI-Büro ist Alexander Natz, ein Jurist, der vorher bei einer Anwaltskanzlei beschäftigt war.

Nach Angabe des BPI-Vorsitzenden Wegener, ist eine vertretung in Brüssel erforderlich, da kommende rechtliche Vorgaben für den Pharmamarkt von dort kommen werden. Laut Arzneimittelgesetz sind 90 Prozent der Regelungen auf die Vorgaben der EU zurückzuführen. Schon 2006 sind 482 Richtlinien, Verordnungen und Entscheidungen von der EU-Kommission eingeführt worden und stellen deshalb eine direkte Beeinflussung der Unternehmerischen Entscheidungen der Pharmaindustrie dar. 2007 wurden 107 Guidelines und Dokumente von der EU-Kommission für Arzneimittelzulassung durch die Ausschüsse entschieden. Zusammen wurden bisher 507 Guidelines und Dokumente für Pharmafirmen erlassen oder sind noch in Bearbeitung.

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