Arzneimittelabhängige bekommen Nachschub aus dem Internethandel

Wirkstoffe wie Dextromethorphan, Tilidin oder Tramadol, die in herkömmlichen Schmerz- und Hustenmitteln zu finden sind, werden immer öfter als Ersatzdrogen genutzt. Die Medikamente werden laut Experten über normale aber auch gefälschte Rezepte, sowie paralleles Aufsuchen mehrerer Ärzte, den Internethandel oder Schwarzmärkte bezogen, so das “Deutsche Ärzteblatt”.

Weiter heißt es, unter Berufung auf den Arzneimittelanalysten Gerd Glaeske, dass es in Deutschland bis zu 1,9 Millionen Arzneimittelabhängige gibt. Eine aktuellen Studie des Bundeskriminalamtes (BKA) besagt, dass Strafverfolgungsbehörden seit einigen Jahren eine stetig ansteigende Zahl von Straftaten nach dem Arzneimittelgesetz verzeichnen . Mit genauen Daten ist diese Enzwicklung allerdings laut BKA schwer zu dokumentieren, da die Hinweise dafür oft nicht aussagekräftig genug sind.

Da die Apotheker aber immer kritischer werden, spielen Rezeptfälschungen für den Nachschub eine immer geringere Rolle, weil laut Polizei und Zoll die Medikamente und Wirkstoffe sehr viel leichter über den Internethandel zu bekommen sind. Daher wird empfohlen, den Internethandel verschreibungspflichtiger Arzneien über das Internet mit Kontrollen zu begleiten und mögliche Handelsbeschränkungen zu prüfen.

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