Generika verursachen keinen Ausgabenanstieg

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) leidet unter einem Ausgabenanstieg im Arzneimittelbereich, der jedoch laut Branchenverbande Pro Generika allein auf patentgeschützte Arzneimittel zurückzuführen ist. Der Verband stützt diese Aussage auf Fakten des Marktforschungsinstitutes IMS Health. Dieses listet monatlich in seinem Report “Der Deutsche Pharmamarkt” die nach Herstellerabgabepreis umsatzstärksten Arzneimittel. Im August dominieren dabei patentgeschützte Arzneimittel auf den Plätzen 1 bis 38. Auf Platz 39 ist dann das erste Generikum zu finden.

Es ist ein Omeprazol-Präparat. Viel weiter oben auf der Umsatzliste auf Rang 7 und 13 sind jedoch 2 Analogpräparate zu Omeprazol zu finden.

Bei Analogarzneimitteln ist der Wirkstoff zwar vom Patent geschützt, seine bessere therapeutische Wirkung ist aber zumindest umstritten. Oft wird von Experten sogar bestritten das die neuen meistens viel teureren Arzneistoffe besser wirken als bewährten und preisgünstigen Generika.

Die deutschen Generikahersteller haben im letzten Jahr ihre Preise Durchschnittlich um 31 Prozent gesenkt. Bei Omeprazol sogar um 35 Prozent. Die Konsequenzen, die die Unternehmen zu tragen hatten, waren, dass sie zwar im ersten Halbjahr 2007 Jahres 8,1 Prozent mehr Packungen absetzten, jedoch die Erlöse um 5,4 Prozent abfielen. Dazu kommt dass die Generikaunternehmen durch Rabattverträge die Arzneimittelausgaben der Krankenkassen noch weiter entlasten.

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