Keine ausreichenden Vorräte an Medikamenten gegen Vogelgrippe

Selbst die kürzlich aufgetretenen Fälle der Vogelgrippe bringen die verantwortlichen Politiker allem Anschein nach nicht aus der Ruhe. Laut einer Umfrage der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie hat anscheinend nur die Hälfte der Bundesländer eine ausreichende Bevorratung zur Verfügung, um möglichen Epidemien des H5N1-Virus unter Menschen vorbeugen zu können. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt einen Vorrat für 30 Prozent der Bevölkerung. Trotzdem ist in dem von Bund und Ländern festgelegten Pandemieplan nur eine Bevorratung für 20 Prozent vorgesehen.

Diese Vorgabe jedoch erfüllen derzeit jauch nur 7 Bundesländer (Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen (30 Prozent!), Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt, das Saarland und Thüringen). Die Umfrage besagt außerdem, dass sieben Länder nur für rund elf Prozent ihrer Einwohner Vorräte besitzen. Baden-Württemberg, welches derzeit den Vorsitz in der Gesundheitsministerkonferenz des Bundes und der Länder führt, hält ebenfalls nur 14 Prozent bereit, dies liegt ebenfalls unter den Vorgaben.

Der niedersächsische Bundestagsabgeordnete Hans-Michael Goldmann (FDP) unterstellt der Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) demnach eine “skandalöse” Fehlinformation. Sie ließ erst in diesen Tagen versichern, dass kein Grund besteht, an einer ausreichenden Bevorratung zu zweifeln. Er ist der Meinung das Ministerium hat “bewusst die Öffentlichkeit getäuscht, oder die Verantwortlichen wissen nicht vorüber sie reden. Beides ist völlig inakzeptabel”.

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