Gesundheitsreform weiter in der Kritik

Die Kritik an der jüngsten Gesundheitsreform, dem GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz (GKV- WSG) reißt nicht ab. Das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) hat sich jetzt in Köln zu Wort gemeldet. Das IW präsentierte am Dienstag den gutachterlichen Befund: „Die im April in Kraft getretene Gesundheitsreform krankt unter anderem daran, dass sie keine Vorsorge für den demografischen Wandel vorsieht - etwa in Form von Elementen der Kapitaldeckung.“

Weitere Schwachpunkte des Reformgesetzes wären, dass für kostenbewusstes Verhalten es keine Anreize gäbe. Das ist noch nicht alles: Mit Einführung des Gesundheitsfonds (ab 2009) werden alle GKV-Kassen gezwungen, die Beiträge zu vereinheitlichen. Das führe den Wettbewerb, der gerade mit Hilfe der neuen Wahltarife geschaffen wurde, ad absurdum. Der Vorschlag des IW wäre die Umstellung der einkommensabhängigen Krankenkassenbeiträge auf kostenabhängige Versicherungsprämien. Weil hierbei: Gesunde wie Kranke die gleiche Prämie zahlen würden und sozial Schwache eine Unterstützung aus dem Steuertopf erhielten, bliebe dabei das Solidarprinzip erhalten.

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