Krankenkasse fordert mehr Generika-Verordnungen in Kliniken

Für das erste Quartal 2007 meldete die Kaufmännische Krankenkasse (KKH), im Vergleich zum Vorjahr, eine Steigerung ihrer Arzneimittelausgaben von 6,3 Prozent. Damit bezahlte die KKH im ersten Quartal rund 150 Millionen Euro für Medikamente. Der Anstieg der Verschreibungen und die Erhöhung der Mehrwertssteuer Anfang des Jahres, waren zwei Faktoren die zu dieser Entwicklung beitrugen, wobei die Mehrwertssteuer ca. 2,7 Prozent der Kosten ausmachte.

Jetzt sollte der Gesetzgeber dringend handeln, um zu verhindern das die Arzneimittelausgaben „weiter aus dem Ruder laufen“, fordert KKH-Chef Ingo Kailuweit. “Neben einer niedrigeren Mehrwertsteuer für Medikamente ist die vordringliche Aufgabe, die Ausgaben für Arzneimittel wirksam und dauerhaft zu stabilisieren.” Mit einer Verpflichtung, dass Krankenhäuser genauso wie die Arztpraxen in erster Linie Generika verordnen müssen, könne dies erreicht werden. KKH-Chef Ingo Kailuweit kritisierte außerdem, den Preis für neue patentgeschützte Medikamente, welcher einseitig durch die pharmazeutische Industrie festgelegt werde.

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