Zeckenbisse: FSME-Risikogebiete weiten sich aus
Die mit einem Zeckenbiss verbundenen Gesundheitsgefahren, haben im vergangenen Jahr im gesamten Bundesgebiet stark zugenommen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) verzeichnete einen Anstieg, der FSME-Erkrankungsfälle um 25, 2 Prozent.
Im neuen Epidemiologischen Bulletin vom 13. April 2007 werden 129 Kreise als FSME-Risikogebiete ausgewiesen. Dabei gehören 39 Kreise in Baden-Württemberg, 74 Kreise in Bayern, 8 in Hessen, 7 in Thüringen und 1 Kreis in Rheinland-Pfalz zu den besonders gefährdeten Gebieten. Einzelne Erkrankungen der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) traten bisher auch in Niedersachen, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern auf. Allein in Hessen kam es im Jahr 2006 zu 48 Erkrankungen. Davon wurden die meisten FSME-Erkrankungsfälle aus dem Kreis Bergstraße (14 Fälle), dem Kreis Darmstadt-Dieburg und dem Odenwaldkreis mit jeweils 13 Fällen gemeldet. In Offenbach wurden 4 Fälle, im Kreis Gießen, Groß-Gerau, Schwalm-Eder-Kreis sowie im Wetterau-Kreis je eine Erkrankung gemeldet. Nur in Hamburg, Bremen, Berlin, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und im Saarland wurden noch keine Erkrankungsfälle beobachtet.
Die Hauptursache für den Anstieg der Zecken und die von ihr ausgehenden Krankheiten, ist für viele Experten der Klimawandel. Die zunehmende Erderwärmung begünstige die Lebensbedingungen der Zecken. In diesem Jahr wird sogar eine Zeckenplage befürchtet. Deshalb raten Ärzte, sich rechtzeitig gegen FSME impfen zu lassen. Dies gilt hauptsächlich für Personen, die in den Risikogebieten wohnen oder arbeiten und für Personen, die sich aus anderen Gründen (z.B. Urlaub) in den gefährdeten Gebieten aufhalten.
Trägt eine Zecke das FSME-Virus in sich, kann es innerhalb von 2 bis 28 Tagen nach einem Zeckenstich zu ersten Symptomen kommen. Wobei nur in 30 Prozent der Fälle klinische Symptome auftreten. In den meisten Fällen tritt die Erkrankung in 2 Stufen auf. In der ersten Stufe leidet der Infizierte an grippeähnlichen Beschwerden mit leichtem Fieber und Kopfschmerzen. Nach einer kurzen Erholungsphase tritt das Fieber erneut auf und es kommt zu neurologischen Ausfallerscheinungen. Bei Kindern treten infolge dessen Anfälle, Bewegungsstörungen und auch Querschnittsyndrome auf. Erwachsene erleiden eine lebensbedrohliche Hirnhautentzündung.
Daher muss vor dem Hintergrund der zunehmenden FSME-Erkrankungszahlen in den Risiko- und Hochrisikogebieten eine FSME-Schutzimpfung durchgeführt werden. Eine Zeckenimpfung sollte mindestens 2 Monate vor dem Aufenthalt in den FSME-Verbreitungsgebieten erfolgen. Dabei gilt es zu beachten, das der Schweregrad der Erkrankung mit steigendem Alter zunimmt.
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Weitere Informationen über den Zeckenstich und deren Gesundheitsgefahren:
- Netdoktor das unanhängige Gesundheitsweb
Am 15. September 2007 um 07:15 Uhr
Mittlerweile übernehmen zahlreiche Krankenkassen wie die BKK ESSANELLE und MARQUARDT BKK die Kosten für Reiseimpfungen!