Überlebenskampf der Kassen jetzt schon zu spüren

Während einer Zusammenkunft des Verbandes Pro Generika in Berlin wurde deutlich, das der Überlebenskampf der Krankenkassen nicht erst mit Einführung des Gesundheitsfonds “2009″ und der dann möglichen Erhebung von Gesundheitsprämien einsetzt. Die Kampf um Marktanteile und Mitglieder ist bereits voll im Gange. Darauf verwies der Vorstandsvorsitzender der Barmer Ersatzkasse, Johannes Vöcking.

Verdeutlicht wird dies, bei der Auseinandersetzung um Prozente und Konditionen im Generikamarkt. Der Vorstandsvorsitzender der Barmer Ersatzkasse äußerte Zweifel, ob die Folgen bedacht seien. Am Ende ist zu befürchten, dass die Versorgungssicherheit für minimalste Einsparungen auf der Strecke bleibe. Durch die Einführung des Gesundheitsfonds werden verschuldete Kassen chancenlos gemacht, da diese dann ihre Defizite über höhere Beiträge auf die Mitglieder abwälzen müssten.

Obwohl die Finanzreform der GKV vom Barmer-Chef insgesamt als gelungen bezeichnete wird, sieht er hinsichtlich der Versorgungssicherheit Nachbesserungsbedarf. Dazu bedürfe es lediglich überschaubarer Korrekturen und keine Jahrhundertreform.
Philipp Daniel Merckle, Chef des nach Firmenangaben größten deutschen Generikaherstellers Ratiopharm, warf in diesem Zusammenhang einigen Kassen unseriöses Handeln vor:
Indem sie versteckt hinter fragwürdige gesetzliche Vorgaben, den Arzneimittelherstellern die für jeden Betrieb überlebenswichtigen Kalkulationsgrundlagen und -sicherheiten, entziehen würden. Betroffen währen vor allem deutsche mittelständische Generikahersteller. “Das wichtigste für einen Kaufmann ist, dass auch sein Vertragspartner kaufmännische Tugenden hat: Das ist Verlässlichkeit.” Daran mag Philipp Daniel Merckle, Chef des Generikaherstellers Ratiopharm nicht bei allen Kassen glauben.

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