Weniger, aber teurere Medikamente für Krankenversicherte
Gesetzlich Krankenversicherten wurden im Jahr 2006 weniger, aber dafür teurere Medikamente verschrieben. Dabei sank zwar die Zahl der verordneten Medikamente von 666 Millionen im Jahr 2005 auf 659 Millionen im vergangenen Jahr, gleichzeitig stieg aber der Preis für Tagesdosen um 4,4 Prozent auf 30,6 Milliarden. So die Techniker Krankenkasse (TK) in ihrem Jahresbericht für 2006.
Im Vorjahr verordneten die Ärzte durchschnittlich 9,4 Arzneimittel pro Patient, mit einem Wert von rund 390 Euro. In Mecklenburg-Vorpommern wurden Medikamente für 476 Euro je Versicherten verschrieben, in Bayern dagegen nur für 355 Euro. Somit betrug der bundesweite Durchschnittswert jeder verschriebenen Verpackung rund 42 Euro. Berlin lag mit ungefähr 50 Euro und damit fast 19 Prozent über dem bundesweiten Durchschnitt. Westfalen-Lippe verzeichnete dagegen mit 38 Euro den niedrigsten Betrag pro Arzneimittelpackung.