Keine Zollabgaben für Arzneimittel aus der Schweiz und den USA
In Brüssel stimmten 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) einem Abkommen zu, welches den zollfreien Import von Medikamenten und chemischen Zwischenprodukten aus der Schweiz oder den USA erlaubt. Allerdings müssen diese Medikamente auch der Arzneimittelherstellung dienen. Dieser neu ausgehandelte Vertrag wird durch ein Abkommen von 1994 ersetzt, welches bereits den zollfreien Import zahlreicher Medikamente zuließ. Bislang waren jedoch innovative Produkte davon ausgenommen.
Die Zahl der frei handelbaren Medikamente steigt nach Angaben der EU, durch das neue Abkommen, von bislang 7.329 auf künftig 8.619 Produkte. Die Arzneimittelimporte der EU-Staaten stammen zu über 80 Prozent aus der Schweiz und den USA. Die europäische Vereinigung der Verbände der chemischen Industrie (CEFIC) ist mit dem neuen Vertrag zufrieden. Im laufenden Jahr erspare dieser, den in den Mitgliedsländern ansässigen Pharmaherstellern, bereits rund 230 Millionen Euro an Zollabgaben.