Die perfekte Festtags-Hausapotheke
Bewährte Mittel, die man zu Weihnachten, Silvester und Neujahr im Haus haben sollte, da Besuche beim Arzt teuer geworden sind. Apotheker sollten ihren Kunden zu einem kritischen Blick in die Hausapotheke raten. Sind die Mittel, die man dort aufgehoben hat, überhaupt noch wirksam oder bereits abgelaufen? Und ist wirklich alles da, wenn am Heiligabend oder zwischen den Jahren etwas schief gehen sollte? Nachfolgend die wichtigsten Tipps für Apothekenkunden, wie sie sich im Falle von Befindlichkeitsstörungen helfen können:
• Alkoholkater: ASS (Acetylsalicylsäure), gleich am morgen danach, dazu Vitamin C. Viel trinken - aber keinen Alkohol!
• Brechreiz und Übelkeit: Ingwertee oder frische Ingwerstücke, mit heißem Wasser übergossen.
• Darmträgheit: Die schonenden Wirkstoffe Bisacodyl und Natriumpicosulfat (z.B. Dulcolax, Laxoberal) beseitigen den Engpass im Darm. Denn sie regen gezielt seine natürliche Eigenbewegung an.
• Durchfall: Eine Elektrolytlösung aus der Apotheke ersetzt verlorene Flüssigkeit und Mineralien. Hilfreich ist medizinische Kohle. Auch Cola, leicht gesalzener Orangensaft oder schwarzer Tee helfen.
• Erste-Hilfe-Set: Hinein gehören Verbände, Pflaster, Schere, Pinzette und eine desinfizierende Wundlösung.
• Fieber: Feuchte Wadenwickel sind die beste Hilfe. Wenn Kinder im Haus sind: Fieberzäpfchen mit Paracetamol.
• Gallenkolik: Kümmeltee ist ein bewährter Klassiker.
• Gichtanfall: Diese Gefahr besteht nach schweren, fetten Mahlzeiten. Besonders wirksam: Der neue, magenfreundliche Schmerzmittel-Wirkstoff Etoricoxib (z.B. Arcoxia; verschreibungspflichtig) lindert die Schmerzen.
• Kopfschmerzen: Pfefferminz-Öl auf die Schläfen, Brausetablette mit Vitamin C (z.B. Thomapyrin C).
• Racheninfekte: Mehrmals am Tag mit Salbeitee gurgeln.
• Sodbrennen: Säurebindende Magenmittel oder Kamillentee.
• Stress: Johanniskraut als Tee oder Tabletten beruhigt die Nerven.
• Verbrennungen: Stelle sofort unter kaltes Wasser halten, bis der Schmerz nachlässt. Danach kühlende Brandsalbe auftragen.
• Verstauchung: Eiskalte Umschläge mit Essig, abschwellende Salbe, Umwickeln mit elastischer Binde.
• Wunden: Eine Salbe mit Dexpanthenol fördert die Heilung.
• Zahnweh: Kauen an einer Gewürznelke. Rezeptfreie Schmerzmittel (z.B. Thomapyrin) überbrücken die Wartezeit, bis der Zahnarzt seine Praxis wieder öffnet.
• Ebenfalls wichtig: Wer unter einer chronischen Krankheit, wie zum Beispiel Bluthochdruck oder Diabetes leidet, sollte rechtzeitig vor den Feiertagen seine Dauermedikation überprüfen und wenn nötig ergänzen lassen.
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